Forschung & Industrienachrichten in Hyg Med 25.
Jahrgang 2000 - Heft 7


Qualität der Wunddrainage durch Innovation

Wunddraingesysteme zeichnen sich häufig durch Probleme aus, die sie risikoreich und unzulänglich machen. Probleme der herkömmlichen Wundrainagesysteme:

  • Kontamination des Drains bereits beim Legen,
  • Fallweise öffnen des Systems mit dem Risiko der Kontamination,
  • Lösung der Konnektionsstelle und Gefahr der sekundären Infektion,
  • Unzureichende Ableitung infolge zu geringen Unterdrucks oder zu hohen Unterdrucks mit Ansaugen von vitalem Gewebe,
  • Sekundäre Blutung und Oedeme nach Ziehen der Drains.

Die logische Konsequenz aufgrund dieser Probleme ist das geschlossene System. DRAINTEC® - Die geschlossene Wunddrainage vom Legen bis zum Ziehen ohne Wechsel der Einwegteile Dies wird durch das besondere Legesystem mit dem Einweg-Wunddrainageset und dem wiederaufbereitbaren DRAINTEC®-Spieß ermöglicht. Der Drain wird unter Sicht von außen in die Wunde geführt.

Es besteht keine Gefährdung , daß das System unbeabsichtigt geöffnet wird, weil es keine Konnektionsstelle zwischen Drain und Ableitungssystem gibt. Dies führt automatisch zu einer einfachen und gesicherten Betreuung auf der Station.

In der besonders bedeutenden postoperativen Phase wird durch den Sekretanfall in der Wunde die Absauggeschwindigkeit gesteuert - DIE WUNDE STEUERT DAS GERÄT.

Die Nutzung des DRAINTEC®-Gerätes führt zu keiner Einschränkung der Mobilität, d.h. der Patient kann jederzeit mobilisiert werden. Einstellung des erforderlichen aber optimal schonenden Unterdrucks nach unterschiedlichen Zeitabständen zur Operation.

Infolge der optimalen Ableitung ist es möglich nur einen und im Durchmesser geringen Drainquerschnitt (12CH) einzusetzen. Die bei anderen Systemen infolge ungenügender Ableitung oft erforderlichen Drains mit größeren Durchmessern führen zu Folgeproblemen, wie z.B. große Einstichstellen und damit hohe Infektionsgefährdung, Wundheilungsstörungen, Sekundärblutungen und Oedeme. Im Falle der Sekundärblutungen nach Hüftoperationen ist wissenschaftlich belegt, daß sie mit einem erhöhten Risiko an chronischen Infektionen einhergehen.




Seitenanfang
Seite Drucken